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© Marc Fluri

Anna Berit Asp Christensen ist als Künstlerin und Kuratorin sowohl in der klassischen als auch in der neuen Musik tief verwurzelt. Ihre Arbeit, die sich zum einen Teil aus ihrer Vorgeschichte als praktizierende, klassisch ausgebildete Musikerin und zum anderen aus ihrer umfassenden Beschäftigung mit der Theorie und Verbreitung von Musik speist, ist geprägt von einem unermüdlichen Ausloten des Potenzials experimenteller Kunstmusik, ihrer Bandbreite und ihrer Stellung in der zeitgenössischen Kunstszene. Christensens beeindruckende Kenntnis des Repertoires – auch innerhalb unterschiedlichster Kunstformen, von Kunstmusik und Klangkunst bis hin zu Performance, Modern Dance und Konzeptkunst – findet Ausdruck in ihren Arbeiten, in denen ihr vor allem daran gelegen ist, Verbindungen zu anderen Kunstformen herzustellen, um neue Blickwinkel auf Musik zu eröffnen. Kunstfertig arrangierte Begegnungen zwischen unterschiedlichen musikalischen Genres einerseits und zwischen Musik als Gesamtgenre und anderen Kunstformen andererseits sind ein charakteristischer Aspekt ihrer Arbeit.

Seit 2007 ist Anna Berit Asp Christensen als Direktorin und künstlerische Leiterin des Festivals SPOR in Aarhus tätig. Sie ist auch künstlerische Leiterin von SCENATET, des von ihr im Jahr 2008 gegründeten Ensembles für Kunst und Musik. Gemeinsam mit dieser Formation, die sie als ihre primäre künstlerische und kuratorische Plattform betrachtet, hat Christensen unter anderem die Projekte "ConcertWalk", "DokumentarKoncerten", "Living Room Installationer" und "Backyard Pictures" (letzteres in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Bent Sørensen) konzipiert und entwickelt. Derzeit arbeitet sie, wieder gemeinsam mit Sørensen, am Projekt "BackYardOpera", das im August 2019 seine Premiere erleben wird.

Daneben ist Christensen auch als Regisseurin musikdramatischer Werke – zuletzt im Juni 2018 für Salvatore Sciarrinos "Aspern Suite" – und als Solokünstlerin tätig. 2013 präsentierte sie ihre Klanginstallation "The Singing Trees" im Rahmen der Ausstellung Geist Glorup auf Funden. Die Wiegenlieder, die als Grundlage für das in einer Gruppe alter Kastanienbäume installierte Klangstück dienten, stammten von Menschen, die das Glorup-Anwesen entweder durch persönliche Besuche oder über ihre Vorfahren kannten. Jeder der fünf Bäume hatte seine eigenen Kompositionen, und gemeinsam, als Chor singender Bäume, machten sie wie ein musikalisches Echo den Klang des Anwesens hörbar.

Im Jahr 2011 erhielt Christensen ein Stipendium vom dänischen Statens Kunstråd für einen sechsmonatigen Aufenthalt in Berlin. Sie ist Mitglied mehrerer Kulturstiftungen und Komitees und Vorstandsmitglied des Danish Dance Theatre und von SYNK, dem nationalen Zentrum für zeitgenössische und experimentelle Musik und Klangkunst in Dänemark.
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