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Knoedel

Anfang der 90er-Jahre des vorigen Jahrhunderts formierte sich das Ensemble, damals noch unter dem Namen „Die Knödel“ aus dem Umfeld des Innsbrucker Konservatoriums und einer jungen Volksmusikszene. Christof Dienz interessierte sich schon damals für die Musik seiner Herkunft Tirol und lud seine Freunde, alle mit einem familiären Volksmusikhintergrund, ein, ein paar selbstkomponierte Stücke aufzunehmen. Da war ein Walzer, eine Polka, ein Landler dabei, die klangen, wie ein Journalist schrieb: „…nach Bauern-Jazz im Rokokosaal oder nach Stravinsky im Wiener Kaffeehaus und eines ist gewiss: Nicht radikal, doch deutlich, manchmal bodenständig, manchmal utopistisch, aber immer voller Spielfreude zersetzen sie die Tiroler Volksmusik mit lieblichen und avantgardistischen Einfällen...“ Bei einem Konzert im Innsbrucker Utopia wurde der Musikmanager Christoph Moser auf das Ensemble aufmerksam und übernahm das Management. Es folgten Auftritte in Europa, USA, Kanada, Mexiko, Japan, Russland, Tuva zusammen u.a. mit dem Kronos-Quartett, Fred Frith, Iva Bittova, Sainkho Namtchylak, u.v.m.
Es wurden 5 CDs produziert und Filmmusiken zu den Filmen „Drei Herren“ von Nikolaus Leytner und „Der Unfisch“ von Robert Dornhelm gemacht, bis man im Herbst 2000 nach 8 Jahren keine Lust mehr hatte.


Jeder ging seiner Wege und machte Karriere. Christof Dienz etablierte sich als Komponist von Kammer-, Orchester-, Theater- und Filmmusik, verlieh der Zither mit seinem Solo-Projekt „Dienz zithered“ ein neues Klang und Rhythmusbild und spielte u.a. mit Marc Ribot, Zeena Parkins, Terry Bozzio, u.v.m.. Harfenistin Margret Köll und Trompeter Andreas Lackner wandten sich vermehrt der Alten Musik zu – sie als international gefragte Konzertharfenistin und Spezialistin für Barockharfe unter anderem mit Il Giardino Armonico, Concerto Köln, Cecilia Bartoli und Luca Pianca, er mit Concentus Musicus, Cantus Cölln und The Rare Fruits Council. Ausserdem leitet Andreas Lackner als Trompetenlehrer am Innsbrucker Konservatorium seit einiger Zeit sehr erfolgreich die Brass Ensembles R.E.T. Brass Band und Catch Basin Brass Band. Cathi Aglibut beschäftigte sich mit Improvisation und Alter Musik und ist seit 2001 Mitglied der Lautten Compagney Berlin. Alexandra Dienz ist eine gefragte Bassistin für Alte und Neue Musik u.a. beim Klangforum Wien, Concentus Musicus und dem Ensemble Phace, wo auch Walter Seebacher, der auch eine Professur für Klarinette am Innsbrucker Konservatorium inne hat, Mitglied ist. Michael Öttl ist neben seiner Lehrtätigkeit ebenfalls besonders in der Neuen Musik u.a. beim Klangforum Wien, dem Ensemble Phace und mit seinem Bruder Martin im Gitarrenduo sehr aktiv.

Nach 17 Jahren hatte Christof Dienz das Gefühl, dass genug Pause gemacht wurde und lud alle Knoedel wieder ein zu spielen. Alle, bis auf die Geigerin, Julia Fiegl, waren mit Begeisterung dabei. Für Julia Fiegl wurde mit dem europaweit aktiven (Freiburger Barockorchester, Camerata Salzburg, Budapest Festival Orchester, Ensemble Modern,...) Paukisten und Schlagwerker, Charlie Fischer, ein wunderbarer Ersatz gefunden und so stand einer Reunion im neuen Gewand nichts mehr im Weg. Es wurde im Winter 2017/18 gleich eine Filmmusik zu dem Film „Das Wunder von Wörgl“ von Urs Egger eingespielt und ein neues Programm erarbeitet, das auf der aktuellen, 2019 bei col legno music erschienen CD „Still“ vorliegt.

Bild: Ines Kapferer

www.dienz.at/die-knoedel/
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