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col legno | Porträt #2018

Das in Wien ansässige Label col legno ist eine der letzten Bastionen der zeitgenössischen Musik und blickt mittlerweile auf über 30 Jahre Musikgeschichte und mehr als 300 Veröffentlichungen zurück, darunter viele Referenzaufnahmen großer Komponisten des 20. Jahrhunderts wie Berio, Cage, Cerha, Crumb, Feldman, Hosokawa, Kurtág, Lachenmann, Ligeti, Maderna, Nono, Pärt, Rihm, Scelsi, Sciarrino, Ustvolskaya, Varèse, Xenakis und B.A. Zimmermann.

Der Fokus ausschließlich auf die zeitgenössische E-Musik des 20. Jahrhunderts - gekoppelt an das Trägermedium CD – führte Anfang der 00er Jahre zu wirtschaftlichen Schwierigkeiten, woraufhin sich finanzkräftige Musikliebhaber des angeschlagenen Labels annahmen und 2006 schließlich den Komponisten und Musiker Andreas Schett für die künstlerische Leitung an Bord holten. Dieser begleitet col legno seither und zeichnet bis dato sowohl für die gestalterische als auch die programmatische Neuausrichtung des Labels verantwortlich.  

Mit der neugewonnenen künstlerischen Freiheit und der damit einhergehenden kontinuierlichen Erweiterung des inhaltlichen Spektrums hat col legno einen erfolgreichen Neustart hingelegt. Heute interessiert sich col legno besonders für jedwede Musik, die sich nicht auf Anhieb verorten lässt und spielerisch zwischen den Genres mäandert – ohne dabei das Zeitgenössische im umfassenden Sinn aus den Augen zu verlieren. Schließlich bedeutet col legno „mit dem Holz“. Jeder Streicher weiß, was zu tun ist, wenn er diese Spielanweisung in seinen Noten liest: Er nimmt den Bogen, dreht ihn um und schlägt mit dem Holz auf die Saiten. Einst unerhört und heute noch überraschend – mit spielerischer Offenheit wurde und wird die Klangvielfalt erweitert. Dieser Offenheit widmet sich col legno mit aller Kraft und Leidenschaft. Vorläufige Höhepunkte der Labelarbeit sind Wolfgang Mitterers Beethoven-Parforceritt „Nine in One“, Ketan Batthis zwischen Techno und Avantgarde angesiedelte Zusammenarbeit mit dem Ensemle Adapter, Marino Formentis pianistische Erkundungen der Nacht, die zeitgenössische Fassung alpiner Volkmusik durch die Ensembles Federspiel und Alma; schließlich die Neuinterpretation romantischer Lieder von Schubert bis Mahler durch die Musicbanda Franui, deren Trompeter und Mastermind Schett ist.  

Seit nunmehr 2015 ist Andreas Schett alleiniger Inhaber und Geschäftsführer von col legno und leitet die Geschicke der heutigen Music Company gemeinsam mit dem Kultur- und Musikmanager Robert Chr. Schulz.
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